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Social Media für Marktforschung?

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Wir und auch viele andere Social Media Agenturen werden oft vor die Herausforderung gestellt, unseren Kunden zu erklären, was bei Social Media genau zu tun ist. Mit Schlagworten wie Authentizität, Interaktion, Partizipation versuchen wir dann zu erläutern, dass Social Media von dem Unternehmen selbst gemacht sein muss. Wir entwickeln gerne die Strategie und empfehlen die Tools, aber tun müssen Sie es selbst. Dahinter steht die Idee einen echten Dialog zwischen Kunde und Unternehmer aufzubauen. Spätestens an dieser Stelle sind viele UnternehmerInnen irritiert. Bisher wurde Social Media als hipper, neuer Kommunikationskanal gesehen und Marken und Produkte vom Unternehmen her entwickelt und gedacht. Jetzt sollen die User mitreden, bewerten und kommentieren? Ja, denn darin liegt ein großes Potenzial.
Oft entscheiden sich die Firmen dann zwar für die Tools, aber nicht den Dialog. Wie authentisch ist ein Youtube-Channel, wenn Kommentare nicht geschrieben werden dürfen und wie echt wirkt ein Twitter-Channel, der von einer Agentur betreut wird, aber nicht vom UnternehmerIn selbst? Ganz nach dem Motto “Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser” versucht man dadurch mögliche negative Kommentare zu unterbinden. Schade, denn:

  1. Wenn jemand etwas Negatives über ein Unternehmen zu sagen hat, dann wird er es tun, im Internet und auch sonst überall.
  2. Dieses (negative) Feedback wäre eigentlich die Chance sich mit dem Kunden auseinander zu setzen, seine Meinung beispielsweise in die Produktentwicklung einfließen zu lassen.

Nun komme ich auch zu meiner Eingangsfrage “Social Media für Marktforschung?” zurück. Am Beispiel General Motors (GM) möchte ich kurz skizzieren, wie man Social Media erfolgreich für Marktsforschungszwecke einsetzen kann.

Am 6. August hatte GM seine Kunden, Händler, Mitarbeiter und Analysten eingeladen den Prototyp des neuen Modells Buick SUV anzuschauen und Feedback zu geben. Das bekam er prompt in diversen Blogbeiträgen und via Twitter. Die Meinungen waren sehr negativ, was vor allem daran lag, dass der Produktname nicht zum Modell passte. Eigentlich sollte das Modell “Saturn Vue” heißen, was wegen einem Markenrechtsstreit nicht mehr möglich war. Kurzum wurde daraus ein Buick. Der Spiegel fasste diesen Sachverhalt folgendermaßen zusammen:

Das ist in etwa so, als ob man einen Mercedes-Stern an einen Seat Ibiza pappt. (Spiegel.de, 21.08.2009)

Bei den Tweets wurde kein Blatt vor den Mund genommen und kräftig über das neue Modell gelästert. Innerhalb kürzester Zeit entpuppte sich Buick zu #Vuick (angesichts Vue) und wurde zum “Trending Topic” auf Twitter. Anstatt aber davonzulaufen oder zurück zuschießen, hat GM die Kritik ernst genommen und den Wagen erst einmal auf Eis gelegt, also nicht zu bauen. Die Twittergemeinde feierte dies mit dem Slogan “Der Vuick ist tot! Lobet den Herrn!”
Die Kritik war durchweg negativ, das Auto zu launchen wäre entgegen aller Marktlogik gewesen. GM hat sich dadurch sicher viel Ärger erspart.

Social Media ist in aller Konsequenz also auch ein sehr wichtiges Marktforschungsinstrument. Und entgegen der üblichen Marktforschung haben die Unternehmen die Möglichkeit zurück zu fragen und mit den Kunden zu diskutieren. In diesem Sinne empfehlen wir mit den Kunden direkt in Kontakt zu treten und sich deren Kritik zu stellen. Und das geht besonders gut mit Social Media. Helmut Schmidt hat einmal gesagt:

Wer Kritik übel nimmt, hat etwas zu verbergen.

Facebook bringt Google und Twitter ins Wanken

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Eine neue, vereinfachte Version von Facebook – Facebook Lite soll in Kürze in Indien, Russland und China veröffentlicht werden und den Konkurrenten Twitter ablösen. Facebook sucht schon lange nach Möglichkeiten um mit Twitter konkurrieren zu können: Features wie public profiles, public status updates und realtime search wurden von Facebook eingeführt, damit das User Interface genauso einfach zu bedienen wird, wie das von Twitter.

Facebook schlägt also mit den gleichen Mitteln zurück – und versucht Twitter so zu überholen.

Was genau kann man sich jetzt unter Facebook Lite vorstellen?

Facebook Lite ist eine komplett vereinfachte Version von Facebook. Man sieht die neuersten Status Updates von sich und seinen Freunden und es gibt eine Navigation auf der linken Seite mit vier Hauptkategorien: Wall, Info, Friends und Photos & Videos.

Das Interface ist also dem von Twitter zum Verwechseln ähnlich – Facebook Lite könnte demnach in etwa so aussehen

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Quelle: Mashable

Derzeit ist eine Testversion von Facebook Lite im Umlauf, die nur von einer limitierten Anzahl von Usern genutzt werden kann. Wahrscheinlich wird Facebook die Testversion mehr Usern zugänglich machen, vor allem jetzt, wo jeder Facebook Lite testen möchte.

Ausgewählte User werden mit folgender Nachricht kontaktiert:

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Mit Facebook Lite will Facebook also Twitter verdrängen – ob das gelingen wird ist jedoch unklar.

Facebook bringt auch Google ins Schwitzen

Nicht nur Twitter wird von Facebook in die Enge getrieben, auch der Riese Google sieht mit dem neuen Kauf von Facebook – FriendFeed eine Gefahr auf sich zukommen. Das nächste Kopf-an-Kopf Rennen wird also auch zwischen Google und Facebook stattfinden.

Facebook setzt mit FriendFeed ein klares Statement – Es will nicht mehr nur ein soziales Netzwerk sein, sondern den Großteil der Kommunikation im Web übernehmen.

Sollte es Facebook tatsächlich schaffen gleichzeitig als Kommunikations- und Publikationsnetzwerk aufzutreten – würde das für Google verherende Folgen mit sich bringen. Mit Programmen wie Google Wave oder Google Voice wird versucht wieder Land zu gewinnen, doch ob das Google retten wird, ist fragwürdig.

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